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achteinhalb
Kino & Kultur e.V. it's a free world FREITAG 27. Februar um 20.30 Uhr Eintritt: 5,00 Euro 50% der Karten sind reservierbar, mindestens 50% gehen auf jeden Fall über die Abendkasse in den freien Verkauf. Reservierungen sind möglich per Mail an achteinhalb@web.de bis 15 Uhr am Tag der Vorstellung. Sie erhalten auf jeden Fall eine Rückmail entweder mit einer Reservierungsbestätigung oder einer Info, dass Ihre Reservierung nicht mehr möglich war. Das achteinhalb öffnet spätestens 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn. KurzbeschreibungDie Filmbeschreibung steht teilweise unter Entwicklung Eine alleinerziehende Londonerin steigt mit einer Freundin ins lukrative Geschäft mit osteuropäischen Leiharbeitern ein, die für einige Pennys unmenschliche Strapazen auf sich nehmen. Dass sie dabei die Überzeugungen ihrer Herkunft aus der Arbeiterklasse über Bord werfen muss, stört sie kaum. Bis ihre eigene Familie zwischen die Mahlsteine kriminellen Profitstrebens gerissen wird. Ein genau beobachtendes Drama, das die schleichende Transformation des modernen Kapitalismus beschreibt und dabei präzise dessen immense menschliche Kosten analysiert. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) FilmdatenGroßbritannien/Italien/Deutschland/Spanien, 2007
Kritiken & Infos zu diesem Film via URLs/LinksPresseschau: ausführliche Kritik aus dem Film-DienstSeit 40 Jahren singt Ken Loach nun schon das Lied der britischen Arbeiterklasse. Er wird nicht müde in seinem sozialen Engagement – und wir nicht, ihm dabei zuzusehen. Ob Loach nun ins Milieu englischer Bahnarbeiter geht wie in „The Navigators“, in die Historie des irischen Bürgerkriegs für „The Wind That Shakes the Barley“ oder ob er in „Just a Kiss“ in das Leben pakistanischer Einwandererkinder eintaucht: stets stößt der bekennende Sozialist an den festen Grund seiner in Jahren des Thatcherismus gehärteten Überzeugungen. Vor dem Schicksal eines politischen Sturkopfs ohne ästhetische Fortune hat Loach dabei noch immer sein genauer Blick bewahrt: Er agitiert nicht und erzählt auch keine mit britischem Stallgeruch versehenen griechischen Tragödien. Seine Dokudramen entwickeln sich vielmehr aus dem Zusammenprall von bescheidenen Aufstiegsfantasien und den widrigen Umständen der Armut. Kommt doch einmal eine ahnungsvolle Zwangsläufigkeit in ihnen auf, so verdankt sie sich einer mit Erfahrung gesättigten Erzählung; bei Loach sind selbst ausweglose Situationen geräumig genug für Zwischentöne. Auch in seinem neuen Film „It’s a Free World“ zieht Ken Loach keine strikte Linie zwischen Gut und Böse, Täter und Opfer: Seine Heldin, die allein erziehende Mutter Angie, arbeitet bei einer Agentur, die ausländische Arbeiter nach England holt, um sie an einheimische Firmen zu vermitteln. Das Anforderungsprofil ist dabei denkbar einfach: Billig müssen die Arbeiter sein, und sie dürfen nicht aufmucken, wenn es um Überstunden und Arbeitsbedingungen geht. Wenn die geschäftstüchtige Angie deswegen Gewissensbisse hat, lässt sie es sich nicht anmerken: Jeder muss eben sehen, wo er bleibt. Als Angie mit fadenscheiniger Begründung entlassen wird, beschließt sie, sich auf einem Hinterhof selbstständig zu machen. Sie überredet ihre studierte Mitbewohnerin, ihren Job als Telefonistin im Call-Center zu kündigen und an ihrer Seite in den grauen Markt der Arbeitsvermittlung einzusteigen. Auf einem schweren Motorrad wirbt Angie in den nächsten Tagen auf Baustellen und in Fabriken für ihre Dienste, und da arbeitswillige Tagelöhner in Großbritannien offenbar schnell gefunden sind, wirft das illegale Gewerbe rasch Profit ab. Natürlich geht es Loach darum zu zeigen, dass sich Angies freies Unternehmertum vom Sklavenmarkt früherer Zeiten nicht wesentlich unterscheidet. Ohne Rechte und Sicherheiten tragen die meist aus Osteuropa stammenden Leiharbeiter ihre Haut zu Markte, wobei die Arbeitgeber illegale Einwanderer wegen deren notgedrungener Willfährigkeit noch höher schätzen. In Angie finden die Tagelöhner zunächst eine halbwegs ehrliche Maklerin, die sogar selbstlos für eine untergetauchte iranische Familie sorgt, dann aber doch alle Skrupel über Bord wirft, um ihr Geschäft zu retten. Dramatisch wird es, als ein Bauunternehmer das Geld schuldig bleibt und die um ihren Lohn geprellten Arbeiter die Vermittlerin dafür zur Rechenschaft ziehen. Mit einem blauen Auge fängt es an, später drohen Unbekannte, Angies Sohn zu entführen. |